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Ich habe keine Angst!

ich habe keine Angst

Lass keine existenzielle Angst dein Leben ruinieren

Mitte 20 bis Anfang 30. Der eine liebt die Zeit, der andere verzweifelt an ihr. Ich persönlich finde, es ist eine aufregende Zeit. Man fasst Fuß in der Arbeitswelt und eröffnet sich neue Möglichkeiten, Beziehungen oder auch “nur” Romanzen sind reifer und man agiert in dieser Hinsicht engagierter. Es fängt an, dass man sich langsam wie ein echter Erwachsener fühlt oder man ist gelähmt von Angst und Zweifel.

Sobald dieser Fall eintreffen sollte, kann man aber beruhigt sein, denn es ist völlig normal Zweifel zu haben und ist sicherlich auch in Maßen sehr gesund. Wir Menschen sind weit davon entfernt, gegen dieses Phänomen oder wie viele es bezeichnen, gegen diese Störung, immun zu sein.

Jeder hat ein Ziel im Leben, welches man priorisiert. Der eine möchte eine finanzielle Sicherheit, der andere eine heiße Freundin, der andere Muskeln wie Arni und ein anderer möchte gesund bleiben.  

Der eine arbeitet dafür bei Kerzenlicht, um Rechnungen zu sparen, der andere pumpt und schluckt BCAA als Grundnahrungsmittel, der andere nutzt Tinder als Main-App. Egal was man unternimmt, irgendwann kann der Punkt kommen, an dem es passiert: Man hat sein temporäres Ziel erreicht und fühlt sich wie ein freier Mensch.

Das ist schockierend.

Angst vor was? Solange ich mit einer einzigen Leidenschaft lebe (bei jedem Menschen individuell manifestiert), kann ich die lähmenden existenziellen Fragen vermeiden, die an meinen Grenzen lauern:

In einer Welt, in der dir gesagt wird, du kannst irgendwohin gehen, irgendetwas tun, irgendjemand sein, was, wenn ich nicht alles ausprobieren kann, was ich will? Was, wenn ich meine Zeit damit verschwende, die falschen Ziele zu verfolgen? Wie um alles in der Welt – kann ich wissen, was die richtigen Entscheidungen sind?

Wenn du ein Ziel erreicht hast, raubt es dir dennoch den Schlaf. Ich kann die Nächte nicht zählen, die ich in der Dunkelheit wach gelegen habe, um hundert verschiedene Optionen zu analysieren und auszuwerten, hundert verschiedene Pläne.

Viele plagt zudem die Furcht an dem existenziellen Dasein. Es zerstört teilweise Leben, an dem man so hart gearbeitet hat. Ich denke, dass man irgendwann in seinem Leben an einen bestimmten Punkt gelangt, obwohl die existenzielle Angst noch immer besteht, an dem man stärker wird, wenn man folgende drei Ratschläge beachtet:

1. Du musst jemand sein

Die Tatsache, dass du alles sein kannst, bedeutet nicht, dass du alles sein musst, geschweige denn, alles machen kannst. Ein Teil des Problems ist das Phänomen, was Psychologen die Qual der Wahl nennen: In einer Welt grenzenloser Möglichkeiten erhöht sich, aufgrund der Tatsache, dass so viele Entscheidungen getroffen werden können, die Angst und macht dich weniger glücklich.

Mit anderen Worten, wenn es um die „Qual der Wahl“ geht, kann mehr tatsächlich weniger sein.

2. Du kannst die Vergangenheit nicht kontrollieren, du kannst deine Gegenwart kontrollieren

„Was wäre, wenn ich das gemacht hätte…”

Jeder bedauert etwas aus der Vergangenheit, aber lass es an dir vorbeiziehen. Und zum Glück haben all diese “Was wäre, wenn…” einen psychologischen Namen: Kaufreue.

Wenn du jemals eine Wahl getroffen hast und es danach bereust, hast du die sog. Kaufreue erlebt und das gilt nicht nur für den Kauf eines Gegenstands oder einer verkorksten Beziehung. Es ist ein Gefühl, das durch die Angst geschürt wird, dass man die falsche Wahl getroffen hat und es nicht rückgängig zu machen ist. Es gehört ab diesem Zeitpunkt zu deiner geistigen Bandbreite.

Der erste Schritt zur Überwindung? Akzeptiere, was in der Vergangenheit passiert ist und schaue nach vorne. 

Es ist eine Fähigkeit, die Vergangenheit hinter sich lassen zu können, wo sie hingehört und genau dies schnürt den persönlichen Erfolg. Du musst nicht glücklich darüber sein und wir müssen nicht so tun, als würdest du in Zukunft nichts bedauern, etwas getan zu haben. Eventuell hilft dir folgendes Sinnbild den Sachverhalt: 

Stell dir jede Entscheidung des Lebens als eine einzelne Schleife vor. Du beobachtest das Geschehen, überlegst, um dich zu orientieren, entscheidest dich und handelst dann und schnürst somit deinen persönlichen Erfolg.

Dies ist ein großer Schritt in Richtung individuelle Freiheit, dennoch geht es nicht darum, eine wichtige Entscheidung zu treffen, sondern darum, sich zu verpflichten, Änderungen vorzunehmen, sobald du eine Entscheidung getroffen hast.

3.Habe Mut und handle mit Bedacht

„Was ist, wenn etwas schief geht?“ Diese Frage stellt sich in den meisten Lebenssituationen. Was ist, wenn die Dinge gut laufen? Mut ist die Fähigkeit, das Risiko einschätzen zu können und bereit zu sein, den Nachteil zu akzeptieren. Mut ist das, was es dir ermöglicht, mutig zu leben, während du deine eigene Spur gehst. Es ist nicht das Wissen, dass dich die richtige Wahl treffen lässt, sondern die Überzeugung, dass das, wofür du kämpfst, es das Risiko wert ist.

Letztlich ist die Bereitschaft, Risiken einzugehen, Freiheit. Bei all der Angst und dem möglichen Bedauern ist es das Einzige, was uns erlaubt, mit wahrer Integrität, Würde und zu unseren eigenen Bedingungen zu leben. 

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